Hochfrequenzschweißen: Prozess und Anwendungen
Wie Hochfrequenzschweißen von Metall funktioniert
Beim metallischen Hochfrequenzschweißen wird elektrische Energie gezielt an die vorbereiteten Bandkanten geleitet oder induktiv eingekoppelt. Stromverdrängung und Stromkonzentration führen zu einer schnellen lokalen Erwärmung. Unmittelbar danach pressen Rollen die erwärmten Kanten zusammen. Der Prozess wird vor allem für längsnahtgeschweißte Rohre und Profile in kontinuierlichen Fertigungslinien eingesetzt.
Das Verfahren ist vom dielektrischen Hochfrequenzschweißen thermoplastischer Folien zu unterscheiden. Bei Metall bestimmen Werkstoffleitfähigkeit, Frequenz, Leistung, Schweißgeschwindigkeit, Kantenwinkel, Kontakt- oder Spulenposition und Stauchdruck die Nahtbildung. Die Parameter müssen als System eingestellt werden; eine einzelne allgemeine Frequenz oder Temperatur ist keine belastbare Prozessvorgabe.
Kantenqualität und Prozesskontrolle
Saubere, gleichmäßig geführte Kanten und ein stabiler Einlauf sind entscheidend. Verunreinigungen, schwankende Spaltgeometrie oder ungeeigneter Stauchdruck können Bindefehler und Einschlüsse begünstigen. Nach dem Fügen werden Außen- und gegebenenfalls Innenwulst bearbeitet. Prüfung, Wärmebehandlung und Kalibrierung richten sich nach Produktnorm, Werkstoff und späterem Einsatz.
Grundlagen zur Metallvorbereitung sowie alternative Prozesse wie Laserschweißen und thermische Schweißverfahren helfen bei der Verfahrensabgrenzung. Eine Substitution ist nur nach technischer Prüfung sinnvoll.
Werkstoff für die Fertigung anfragen
Nennen Sie Werkstoff, Norm, Band- oder Rohrabmessung, Lieferzustand, Oberfläche, Menge, Schweißverfahren und Prüfanforderungen. Über die Kontaktseite prüft Evek GmbH geeignete lieferbare Halbzeuge.