Nickellegierungen nach Einsatz und Spezifikation
Reinnickel und Nickelbasislegierungen unterscheiden
Der Sammelbegriff Nickellegierung bezeichnet keine einheitliche Werkstoffgruppe mit identischen Eigenschaften. Nahezu unlegiertes Nickel 200 wird nach anderen Kriterien ausgewählt als ausscheidungshärtbare Hochtemperaturwerkstoffe oder korrosionsbeständige Nickel-Chrom-Molybdän-Legierungen. Entscheidend sind die konkrete Werkstoffnummer, der Lieferzustand und die vorgesehene Beanspruchung.
Chrom, Molybdän, Eisen, Kupfer, Kobalt, Titan, Aluminium und weitere Legierungselemente verändern Korrosionsverhalten, Festigkeit, Wärmebeständigkeit und Verarbeitbarkeit. Daraus folgt keine universelle Rangfolge. Temperatur, Medium, mechanische Last, Schweißbarkeit, Bauteilgeometrie und anzuwendende Norm müssen gemeinsam betrachtet werden.
Werkstofffamilie und Produktform abstimmen
Für hohe mechanische Belastung und Temperatur kann beispielsweise INCONEL 718 in Betracht kommen. Bei stark korrosiven Prozessmedien werden häufig Werkstoffe wie HASTELLOY C-276 geprüft, während INCONEL 625 ein anderes Verhältnis von Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Verarbeitbarkeit bietet. Diese Beispiele sind keine austauschbaren Alternativen; die endgültige Auswahl erfolgt projektspezifisch.
Zusätzlich zur Legierung beeinflusst die Lieferform die Bestellung. Blech, Band, Rohr, Rundstab und Draht besitzen eigene Maßtoleranzen, Oberflächen und verfügbare Zustände. Angaben aus allgemeinen Werkstofftabellen gelten nicht automatisch als zugesicherte Eigenschaften der gelieferten Charge.
Nickellegierung bei Evek GmbH anfragen
Nennen Sie Norm oder Werkstoffnummer, Produktform, Abmessung, Menge, Einsatztemperatur, Medium, gewünschte Oberfläche und Prüfbescheinigung. Über die Kontaktseite prüft Evek GmbH eine technisch passende lieferbare Ausführung und erstellt ein Angebot.