Kaltschweißen von Aluminium richtig einordnen
Was Kaltschweißen bei Aluminium bedeutet
Beim metallischen Kaltschweißen werden die Fügepartner nicht aufgeschmolzen. Hoher Druck und plastische Verformung bringen saubere Metallflächen so eng zusammen, dass eine feste Verbindung entsteht. Das Verfahren eignet sich besonders für duktile Werkstoffe und regelmäßige Geometrien, beispielsweise Drähte, Bänder sowie Überlapp- oder Stumpfverbindungen.
Der Begriff wird im Handel auch für zweikomponentige Reparaturmassen verwendet. Solche Kleb- oder Spachtelprodukte sind kein metallurgisches Kaltschweißen und erreichen andere Kennwerte. Für tragende, druckbeaufschlagte oder sicherheitsrelevante Bauteile muss das zugelassene Fügeverfahren anhand von Konstruktion, Werkstoff und Prüfvorschrift festgelegt werden.
Oxidschicht und Oberflächen beherrschen
Aluminium bildet sofort eine stabile Oxidschicht. Für eine belastbare Kaltpressverbindung müssen Oxide und Verunreinigungen kontrolliert aufgebrochen oder entfernt werden, ohne die vorbereiteten Flächen erneut zu kontaminieren. Form, Übermaß, Presskraft und Verformungsgrad werden auf Legierung und Abmessung abgestimmt. Unregelmäßige oder schlecht zugängliche Flächen begrenzen das Verfahren.
Je nach Bauteil kommen andere Verfahren infrage, etwa Argonschweißen von Aluminium oder Aluminiumlöten. Hinweise zur Metallvorbereitung gelten verfahrensbezogen und ersetzen keine qualifizierte Schweißanweisung.
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