Messing oder Edelstahl für die Anwendung auswählen
Messing und Edelstahl nicht pauschal bewerten
Messing umfasst zahlreiche Kupfer-Zink-Legierungen, Edelstahl dagegen viele nichtrostende Stahlgüten mit unterschiedlichen Chrom-, Nickel- und Molybdängehalten. Messing bietet gute Wärme- und elektrische Leitfähigkeit, lässt sich bei passender Güte gut bearbeiten und wird häufig für Armaturen, Kontakte und dekorative Bauteile gewählt. Nichtrostende Stähle bieten je nach Sorte hohe Festigkeit und Beständigkeit in vielen industriellen Medien.
Eine allgemeine Aussage „besser“ ist daher fachlich nicht belastbar. Für die Auswahl sind Medium und Konzentration, Temperatur, mechanische Last, Verschleiß, Hygiene, elektrische Leitfähigkeit, Magnetisierbarkeit, Gewicht, Oberfläche, Fertigungsverfahren und Kosten gemeinsam zu bewerten. Auch innerhalb beider Werkstoffgruppen können sich die Eigenschaften erheblich unterscheiden.
Kontaktkorrosion und Konstruktion prüfen
Werden Messing und Edelstahl elektrisch leitend verbunden und gleichzeitig von einem Elektrolyten wie Wasser oder salzhaltiger Feuchtigkeit benetzt, kann eine galvanische Zelle entstehen. Risiko und Schadensrichtung hängen von Werkstoffpaarung, Flächenverhältnis, Elektrolyt und Umgebung ab. Trockener Kontakt allein verursacht keine galvanische Korrosion. Bei kritischen Anwendungen sind Isolation, Entwässerung und geeignete Verbindungselemente konstruktiv zu prüfen.
Eine Übersicht der Kupferwerkstoffe finden Sie unter Bronze, Kupfer und Messing. Informationen zu einer Edelstahlgruppe bietet die Seite martensitischer Edelstahl. Zur Werkstofferkennung lesen Sie außerdem Kupfer, Messing und Bronze unterscheiden.
Passendes Halbzeug bei Evek GmbH anfragen
Nennen Sie Einsatzmedium, Temperatur, Belastung, gewünschte Produktform, Abmessung, Oberfläche, Menge und Normanforderung. Über die Kontaktseite prüft Evek GmbH geeignete lieferbare Messing- oder Edelstahlhalbzeuge.