Warmfeste und zeitstandfeste Stähle auswählen
Warmfestigkeit und Zeitstandfestigkeit trennen
Warmfeste Stähle müssen ihre mechanischen Eigenschaften bei erhöhter Temperatur über die vorgesehene Betriebsdauer ausreichend behalten. Bei langzeitiger Belastung wird zusätzlich das Kriech- beziehungsweise Zeitstandverhalten maßgebend. Deshalb genügt eine Zugfestigkeit bei Raumtemperatur nicht für die Auswahl von Bauteilen in Turbinen, Kesseln, Verbindungselementen oder thermischen Prozessanlagen.
Der Begriff entspannungsbeständig bezieht sich häufig auf den Widerstand gegen den Abbau einer vorhandenen Spannung über Zeit und Temperatur. Für Schrauben, Federn oder vorgespannte Komponenten sind Prüfzeit, Temperatur, Anfangsspannung und zulässige Relaxation zu definieren. Angaben verschiedener Normen oder Datenblätter dürfen nicht ohne gleiche Prüfbedingungen verglichen werden.
Norm, Temperatur und Belastungsdauer festlegen
Je nach Produktform und Anwendung können unter anderem DIN EN 10269, DIN EN 10302 oder projektspezifische Regelwerke relevant sein. Ausscheidungshärtbare Werkstoffe wie Alloy A-286 / 1.4980, Nickellegierungen wie HASTELLOY X und klassische Kesselstähle nach DIN gehören zu unterschiedlichen Werkstoffgruppen. Sie sind nicht ohne Nachweis gegeneinander austauschbar.
Für die Vorauswahl werden maximale Metalltemperatur, konstante oder wechselnde Last, geplante Betriebsdauer, Atmosphäre, Korrosionsmedium, Schweißverbindungen und Wärmebehandlungszustand benötigt. Die zulässigen Kennwerte sind der maßgebenden Norm und dem konkreten Werkstoffzeugnis zu entnehmen.
Warmfesten Stahl bei Evek GmbH anfragen
Nennen Sie Werkstoffnummer, Norm, Produktform, Abmessung, Menge, Lieferzustand, Betriebstemperatur und benötigte Prüfbescheinigung. Über die Kontaktseite prüft Evek GmbH die passende lieferbare Ausführung und erstellt ein Angebot.