Glühen und Wärmebehandlung von Bronze

Bronze ist keine einzelne Legierung

Unter Bronze werden unter anderem Zinn-, Phosphor-, Aluminium-, Silizium- und Berylliumkupferlegierungen zusammengefasst. Zusammensetzung, Herstellweg und Produktzustand bestimmen, ob ein Werkstoff geglüht, spannungsarm behandelt, lösungsgeglüht oder ausgehärtet werden kann. Ein Temperaturbereich für „Bronze allgemein“ wäre technisch nicht belastbar.

Typische Ziele einer Wärmebehandlung

  • Rekristallisationsglühen: Kaltverfestigung reduzieren und weitere Umformung ermöglichen;
  • Spannungsarmbehandlung: Eigenspannungen nach Umformen oder Bearbeiten begrenzen;
  • Homogenisieren: bei geeigneten Gusslegierungen Gefügeunterschiede verringern;
  • Lösungsglühen und Auslagern: nur für dafür geeignete, aushärtbare Kupferlegierungen und nach einer werkstoffspezifischen Vorschrift.

Zinnbronzen, Aluminiumbronzen und Berylliumkupfer dürfen nicht nach demselben Schema behandelt werden. Selbst innerhalb einer Familie unterscheiden sich Guss- und Knetlegierungen sowie weiche, harte und federharte Zustände.

Diese Daten braucht der Wärmebehandler

  1. Werkstoffnummer beziehungsweise UNS-, EN- oder DIN-Bezeichnung;
  2. Guss- oder Knetlegierung, Produktform und Abmessungen;
  3. Ausgangszustand und bisherige Bearbeitung;
  4. gewünschte Härte, Festigkeit, Dehnung, Leitfähigkeit oder Gefügeeigenschaft;
  5. Oberflächenanforderung, Ofenatmosphäre, Abkühlung und Prüfplan.

Eine ungeprüfte Wärmebehandlung kann zu Kornwachstum, Verzug, Oxidation, Rissbildung oder verfehlten Eigenschaften führen. Die Prozessparameter müssen deshalb aus der gültigen Werkstoff- und Produktspezifikation abgeleitet und am Bauteil verifiziert werden.

Bronzeprodukte auswählen

Werkstoffgruppen finden Sie unter Bronze nach EN und DIN. Produktseiten führen zu Bronzeband und Bronzeblech. Für ein Angebot nennen Sie bitte Legierung, Norm, Abmessungen, Zustand, Menge und gewünschte Nachweise.

Bronze bei Evek GmbH anfragen.